Graupapagei - Ein Steckbrief

Beim Graupapagei unterscheidet man insgesamt drei Unterarten: den Kongo-Graupapagei, den Timneh-Graupapagei und den Fernando-Poo-Graupapagei.

Heimat

Der mittlerweile in der Heimtierhaltung sehr beliebte Graupapagei stammt ursprünglich aus Afrika. Als typischer Baumbewohner umfasst sein Lebensraum tropische Regenwälder als auch Feuchtsavannen und Mangroven.

Aussehen

Charakteristisch für den Graupapagei ist seine Körperlänge von etwa 33 cm, weshalb er zur Gattung der großen Papageien gehört. Wenn sie ihre Flügel ausbreiten, erreichen sie sogar eine imposante Größe von 70 cm. Ein ausgewachsener Graupapagei kann ein Gewicht von bis zu 450 g erreichen.

Im Vergleich zu vielen anderen Papageienarten sind Graupapageien wenig farbenreich. Man erkennt sie an ihrem hell- bis dunkelgrauen Gefieder, das in vielen Nuancen schimmert. Die Federn, welche der Graupapagei am Kopf und Hals besitzt, haben einen hellen Rand, während Schnabel und Krallen schwarz und die Füße grau sind. Rund um das Auge ist die Haut beim Graupapagei weiß. Besonders auffällig sind seine Schwanzfedern, die in grellem Rot leuchten. Typisch für den Graupapagei ist auch sein großer und sehr kräftiger Schnabel.

Lebenserwartung

Wie andere Papageien auch, kann der Graupapagei ein Alter von 60 bis maximal 80 Jahre erreichen. Bevor man sich für dieses Haustier entscheidet, sollte man sich also der langjährigen Verantwortung bewusst sein.

Futter

Der Graupapagei ernährt sich vorwiegend von bereits fertig kaufbaren Körnermischungen. Um seinen Bedarf an Vitaminen und Mineralien zu stillen, sollte man auch Obst und Gemüse sowie Keimfutter und Grünfutter anbieten. Zusätzliche Nährstoffe können über gekochte Nudeln, Kartoffeln oder Reis, gekochte Eier und Naturjoghurt aufgenommen werden. Seinen Flüssigkeitsbedarf stillt der Graupapagei über frisches Wasser.

Charakter und Begabungen

Der Graupapagei ist ein sehr sensibles, empfindliches und teilweise schwieriges Tier. Aufgrund seiner großen Sprachbegabung ist der Graupapagei jedoch eine sehr beliebte Vogelart, die mittlerweile nicht nur in Zoos, sondern auch in Privathaushalten zu finden ist. Durch seinen besonders schwierigen Charakter reagiert der das Tier empfindlich auf Veränderungen aller Art. Deshalb muss man ihm viel Zeit widmen. Eine konsequente Erziehung und ein gutes Fachwissen sind die Grundvoraussetzung für die Haltung eines Graupapageis.

Haltung

Ein Graupapagei fühlt sich in einem besonders großen Käfig sehr wohl. Auf keinen Fall sollten die Mindestmaße von 75 x 75 x 165 cm unterschritten werden. Von einer Einzelhaltung wird abgeraten. Da Graupapageien auch in freier Natur in Schwärmen zusammenleben, sollte man dies so gut es geht in der Käfighaltung umsetzen. Die Haltung im Schwarm gilt als artgerecht und empfehlenswert.

Der Graupapagei muss regelmäßig mit Wasser besprüht werden, da er sich nur bei einer Luftfeuchtigkeit von 55-65 % wirklich wohl fühlt. Darüber hinaus muss beachtet werden, dass es für den Graupapagei eine Anmeldepflicht gibt.
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